Bundesprogramm Sprach-KiTa

Sprache als Förderschwerpunkt nach dem HBEP und des Bundesprogramms „Sprach-KiTa´“

Sprache ist ein Zentrales Thema in unserer Einrichtung. Hier arbeiten wir nach den Richtlinien des Hessischen Bildungs- und Erziehungsplans und den Schwerpunkten des Bundesprogramms „Sprach- KiTas“

Im Rahmen des Programms gibt es eine „zusätzliche Fachkraft“ und eine „zusätzliche Fachberatung“. Die zusätzliche Fachkraft ist Teil des Teams. Sie qualifiziert, berät und begleitet das Team während des Programms. Die zusätzliche Fachberatung begleitet die Leitung sowie die zusätzliche Fachkraft als Unterstützung und qualifiziert sie für das Programm.

Um das Ziel einer positiven Sprachentwicklung zu erreichen stützt sich das Programm auf drei „Säulen“, die sich erfolgreich auf die sprachliche Bildung und Entwicklung auswirken.

1.     Alltagsintegrierte sprachliche Bildung

2.     Inklusive Pädagogik

3.     Zusammenarbeit mit Familien

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung bedeutet, den sprachlichen Umgang auf spielerische Art zu erlernen.

Im Umgang und im Dialog miteinander erleben wir im KiTa´- Alltag Sprache. Sei es bei den routinemäßigen Tätigkeiten im Tagesablauf wie z.B. das Wickeln, das Frühstücken etc. oder gezielte, von der pädagogischen Fachkraft partizipativ entwickelte Angebote wie:

  • Bilderbuchbertrachtung
  • Morgengesprächskreis
  • KiSS
  • Wald- und Spaziergänge
  • Forschen und Experimentieren
  • Bewegungsangebote

Die pädagogischen Fachkräfte fungieren als Vorbild und nutzen gezielt Alltags- Situationen um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen. Dabei beachten sie die individuellen Fähigkeiten und Interessen des Kindes und nehmen Rücksicht auf ihren Entwicklungsstand. „Du isst nicht gern Äpfel? Welches Obst isst du gern? Die Kinder erwerben mit Spaß eine Vielzahl neuer Ausdrucksmöglichkeiten und verbessern ihr Sprachverständnis auf einfache und natürliche Weise. Dabei lernen sie unbewusst die grammatikalischen Regeln der Sprache korrekt anzuwenden.

Inklusive Pädagogik

Alle Kinder sind verschieden und bereichern sich gegenseitig. Dies betrifft auch sprachliche Bildung. Die Unterstützung sprachlicher Bildungsprozesse, die an den alltäglichen Fragen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder ansetzt, bestärkt alle Kinder darin, sich auszudrücken und an gemeinsamen Lernprozessen teilzuhaben. Wichtig an dieser Stelle ist uns die Wertschätzung der Mehrsprachigkeit. In unserer KiTa gehen wir wertschätzend mit anderen Kulturen und deren Sprache um. Dies wird durch gezielte Angebote mit Hilfe von Büchern, Liedern etc. umgesetzt. Die Kinder werden durch Wiederholungen und Beschreibungen angeregt, ihre Sprachkenntnisse zu vertiefen und weiter zu entwickeln.

Werden Kinder aufgrund ihres Alters, Geschlechts, Behinderung, Hautfarbe, Familienkonstellation, Religion, sozioökonomischem Status der Familie oder ihrer Sprache benachteiligt, so haben sie es schwer, ein positives Selbstbild zu entwickeln und mit Lust zu lernen.

Sie bekommen Unterstützung, um ihre gleichen Rechte auf Bildung wahrzunehmen. Wir schaffen einen Ort, an dem die Besonderheiten aller Kinder wertgeschätzt und respektiert werden. Dies gilt auch für Kinder mit Fluchthintergrund. Wenn sie willkommen sind und ihre Sprache, Kultur und Erfahrungen respektiert werden, können sie sich an ihrem neuen Lebensort positiv entwickeln und zurechtfinden. In unserer Einrichtung sind Eltern und Kinder aller Länder nicht nur herzlich Willkommen, sie sind fester Bestandteil unseres Hauses.

Zusammenarbeit mit Familien

Die Familie ist der wichtigste Bildungsort den Kindern haben. Daher nimmt die verantwortungsbewusste Zusammenarbeit mit Familien in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung eine bedeutsame Rolle ein und gilt als ein wichtiges Qualitätsmerkmal unserer Einrichtung.

Denn ein offener Austausch auf Augenhöhe zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften vor dem Hintergrund der geteilten Verantwortung ist die Basis für eine gelebte Erziehungspartnerschaft –ganz zum Wohle der Kinder. Eltern gestalten den pädagogischen Alltag in Kitas aktiv mit und bereichern deren Angebot. Rund um ihre Bildungs- und Erziehungsaufgaben können ErzieherInnen Eltern als professionelle Partner zur Seite stehen.

Durch regelmäßige Beobachtungen und Dokumentationen sehen wir die sprachlichen Entwicklungsschritte des Kindes und können bei Bedarf unterstützende Maßnahmen empfehlen.